Die Demo-Anrufe haben Sie vermutlich schon gemacht, und die Stimmen klangen alle ordentlich. Offen bleibt meist, was die KI zu Beginn über sich sagt, was geschieht, wenn sie nicht weiterkommt, und wonach abgerechnet wird.
Die kurze Antwort: Bei einem KI-Telefonassistenten unterscheiden sich Stimmen und Funktionslisten kaum noch, wohl aber Begrüßung, Übergabe und Abrechnung. Dieser Artikel richtet sich an Unternehmen, die bereits ein Serviceteam oder ein Callcenter haben und die KI als erste Ebene davorsetzen wollen. Er ist keine Rechtsberatung.
Inhalt
- Kurz gesagt
- Was ein KI-Telefonassistent ist
- Drei Momente vor dem ersten Anruf
- Kosten und abgerechnete Minuten
- Checkliste
- Fazit
- Häufige Fragen
Kurz gesagt: KI-Telefonassistent in einer Tabelle
Ein KI-Telefonassistent nimmt Anrufe selbstständig an, versteht das Anliegen im freien Gespräch und erledigt es oder übergibt an Mitarbeitende. Vor dem Start sind drei Momente zu klären: was die KI in der Begrüßung über sich sagt, wie sie an Menschen übergibt und welche Minuten abgerechnet werden.
| Moment | Grundlage | Frage an den Anbieter | Wer intern mitentscheidet |
|---|---|---|---|
| Begrüßung | Art. 50 Abs. 1 und 5 KI-Verordnung | Ist der Hinweis auf die KI fest eingebaut? | Datenschutzbeauftragte, Rechtsabteilung |
| Übergabe | Marktpraxis | Was sehen Mitarbeitende beim Übernehmen? | Leitung Kundenservice |
| Abrechnung | Preisliste und Vertrag | Werden die KI-Minuten vor einer Übergabe berechnet? | Einkauf |
Was ein KI-Telefonassistent ist und was ihn vom KI-Anrufbeantworter unterscheidet
Ein KI-Anrufbeantworter nimmt eine Nachricht auf und fasst sie zusammen. Ein KI-Telefonassistent führt das Gespräch weiter: Er fragt nach, greift auf hinterlegtes Wissen und angebundene Systeme zu und schließt das Anliegen ab oder gibt es weiter.
Vom Klingeln bis zum Auflegen: was im Gespräch passiert
In jedem Gespräch laufen fünf Schritte ab: Begrüßung, Spracherkennung, Abgleich mit Wissensdatenbank und angebundenen Systemen, Sprachausgabe und Abschluss oder Übergabe. Fehler entstehen häufig im dritten Schritt, wenn eine Frage nicht im hinterlegten Wissen steht.
| Schritt | Was passiert | Was häufig schiefgeht |
|---|---|---|
| 1. Begrüßung | Die KI spricht den hinterlegten Begrüßungstext. | Der Text ist so lang, dass Anrufende dazwischenreden. |
| 2. Spracherkennung | Gesprochenes wird zu Text. | Dialekt, Hintergrundgeräusche oder eine buchstabierte Bestellnummer werden falsch erkannt. |
| 3. Abgleich | Die KI sucht die Antwort in der Wissensdatenbank oder im CRM. | Die Frage steht nirgends. Dann zählt, ob die KI das sagt oder rät. |
| 4. Sprachausgabe | Die Antwort wird vorgelesen. | Zahlen, Uhrzeiten und Namen klingen falsch. |
| 5. Abschluss oder Übergabe | Die KI erledigt das Anliegen oder gibt es weiter. | Für die Übergabe fehlt ein Ziel. |
Typische Anliegen sind der Bestellstatus, die Verschiebung eines Termins und die Öffnungszeiten.
Die Einrichtung folgt meist derselben Reihenfolge: Wissensdatenbank anlegen und verknüpfen, Prompt schreiben, dann Stimme, Begrüßung, maximale Gesprächsdauer und Gesprächsende festlegen. Zum Schluss wird der Assistent einer Rufnummer zugewiesen. Fehlt dieser Schritt, nimmt er keinen einzigen Anruf an.
Anrufbeantworter, Sprachmenü oder KI: wer nimmt was an?
Ein Sprachmenü (IVR) sortiert Anrufe nach Tastendruck, ein Anrufbeantworter nimmt Nachrichten auf, ein KI-Telefonassistent beantwortet Fragen im Gespräch. Welche Lösung passt, hängt weniger von der Technik ab als davon, wie viele Anrufgründe sich ohne menschliches Urteil erledigen lassen.
| Anrufbeantworter | Sprachmenü (IVR) | KI-Telefonassistent | |
|---|---|---|---|
| Wie Anrufende ihr Anliegen nennen | als Nachricht nach dem Signalton | per Taste | im freien Gespräch |
| Wird das Anliegen erledigt? | nein, erst beim Rückruf | nein, es wird nur zugeordnet | ja, soweit Wissen und Systeme reichen |
| Wenn niemand frei ist | Die Nachricht bleibt liegen. | Warteschlange oder Ansage | Rückruf, Ticket oder Weiterleitung |
Die KI lohnt sich, wenn sich die Anrufgründe auf wenige Themen konzentrieren und die Antwort jeweils in einem System steht. Verlangen die meisten Anrufe ein menschliches Urteil, ist ein Sprachmenü mit Agenten dahinter oft einfacher. Mehr dazu im Beitrag Anrufverteilung und IVR im Detail (englisch).
Telefonbot, Sprachbot, Voice Agent: drei Namen, ein Prinzip
Telefonbot, Sprachbot, Voicebot und Voice Agent bezeichnen dasselbe Prinzip: eine Software, die am Telefon zuhört, versteht und antwortet. Der Begriff KI Voice Agent stammt aus der Entwicklerwelt und meint dort oft Schnittstellen, mit denen Teams eigene Sprachanwendungen bauen. Ein fertiges Produkt heißt im Deutschen am häufigsten KI-Telefonassistent.
KI-Telefonie: drei Momente, die Sie vor dem ersten Anruf festlegen
Bei KI am Telefon sind drei Momente vorab festzulegen: die Begrüßung, die Übergabe an Menschen und die Abrechnung. Die Abrechnung folgt im Kostenteil.
Die Begrüßung: Sagt die KI, dass sie eine KI ist?
Art. 50 Abs. 1 der KI-Verordnung (EU AI Act), Verordnung (EU) 2024/1689, verpflichtet Anbieter, KI-Systeme für die direkte Interaktion so zu gestalten, dass Personen erfahren, dass sie mit einem KI-System interagieren, sofern das nicht offensichtlich ist. Nach Abs. 5 muss diese Information spätestens bei der ersten Interaktion klar und eindeutig vorliegen. Am Telefon ist die Begrüßung das Erste, was Anrufende hören.
Der Wortlaut nach der konsolidierten Fassung vom 27. Juli 2026 auf EUR-Lex:
- Art. 50 Abs. 1 Satz 1: „Die Anbieter stellen sicher, dass KI-Systeme, die für die direkte Interaktion mit natürlichen Personen bestimmt sind, so konzipiert und entwickelt werden, dass die betreffenden natürlichen Personen informiert werden, dass sie mit einem KI-System interagieren, es sei denn, dies ist aus Sicht einer angemessen informierten, aufmerksamen und verständigen natürlichen Person aufgrund der Umstände und des Kontexts der Nutzung offensichtlich.“
- Art. 50 Abs. 5: „Die in den Absätzen 1 bis 4 genannten Informationen werden den betreffenden natürlichen Personen spätestens zum Zeitpunkt der ersten Interaktion oder Aussetzung in klarer und eindeutiger Weise bereitgestellt. Die Informationen müssen den geltenden Barrierefreiheitsanforderungen entsprechen.“
- Art. 113 zur Geltung der Verordnung: „Sie gilt ab dem 2. August 2026.“ Der Artikel nennt für einzelne Kapitel abweichende Termine; Kapitel IV, in dem Art. 50 steht, ist dort nicht aufgeführt.
An diesem Wortlaut lassen sich drei Fragen festmachen:
- Abs. 1 nennt die Anbieter. Verlangt wird ein System, das so „konzipiert und entwickelt“ ist, dass es informiert. Fragen Sie deshalb, ob der Hinweis fest eingebaut ist oder ob Sie ihn selbst in die Begrüßung schreiben. Der Artikel trägt die Überschrift „Transparenzpflichten für Anbieter und Betreiber bestimmter KI-Systeme“. Welche Rolle Ihr Unternehmen hat und was aus der Transparenzpflicht für Sie folgt, klären Sie mit Ihrer Rechtsabteilung.
- Abs. 1 enthält eine Ausnahme. Sie beginnt mit „es sei denn“ und stellt auf die Sicht einer „angemessen informierten, aufmerksamen und verständigen natürlichen Person“ ab. Ob Ihr Einsatz darunter fällt, klären Sie mit Ihrer Rechtsabteilung.
- Abs. 5 nennt Zeitpunkt und Form. Prüfen Sie, ob der Hinweis im ersten Satz fällt oder erst am Ende einer langen Ansage. Fragen Sie zu den „Barrierefreiheitsanforderungen“, wie der Hinweis Anrufende erreicht, die schlecht hören.
Für die Kennzeichnung in der Begrüßung kommen drei Varianten vor:
| Variante der Begrüßung | Wann Anrufende es erfahren | Frage an den Anbieter |
|---|---|---|
| „Guten Tag, Kundenservice der Muster GmbH, was kann ich für Sie tun?“ | im Gespräch nicht, außer sie fragen nach | Was antwortet die KI auf die Frage, ob sie ein Mensch ist? |
| Hinweis am Ende einer Ansage von 30 Sekunden | spät | Fällt der Hinweis auch, wenn Anrufende die Ansage unterbrechen? |
| „Guten Tag, hier ist der KI-Assistent der Muster GmbH.“ | im ersten Satz | Ist dieser Satz Standard, und wer darf ihn ändern? |
Dies ist keine Rechtsberatung. Bitte klären Sie Ihren Fall mit Ihren Datenschutzbeauftragten oder Ihrer Rechtsabteilung.
Aufzeichnung und Transkript: Wer fragt, wenn kein Mensch am Apparat ist?
Viele KI-Telefonassistenten erstellen zu jedem Anruf ein Transkript und eine Zusammenfassung. Vor dem Start ist zu klären, ob dafür Audio gespeichert wird, ob die KI die Einwilligung selbst abfragt und was geschieht, wenn Anrufende Nein sagen.
Zur Gesprächsaufzeichnung hat die Datenschutzkonferenz 2018 festgehalten, dass sie in aller Regel nur mit Einwilligung des externen Gesprächspartners zulässig ist und eine bloße Widerspruchsmöglichkeit nicht genügt. Den Wortlaut enthält unser Beitrag zur Callcenter-Software: was die Datenschutzkonferenz zur Einwilligung in die Aufzeichnung beschlossen hat.
Bei einem KI-Telefonassistenten stellt die KI die Frage nach der Einwilligung selbst. Ob ein Transkript ohne gespeichertes Audio als Aufzeichnung im Sinne des Beschlusses gilt, ist eine Frage für Ihre Datenschutzbeauftragten.
| Frage an den Anbieter | Worauf Sie in der Antwort achten |
|---|---|
| Speichert das System Audio, Transkript oder beides? | ob sich beides einzeln abschalten lässt |
| Fragt die KI vor Beginn nach der Einwilligung? | wo die Antwort gespeichert wird |
| Was geschieht nach einem Nein? | ob das Gespräch ohne Aufzeichnung weiterläuft oder an Mitarbeitende geht |
| Wie lange bleiben Transkripte gespeichert? | Löschfrist und wer die Texte lesen darf |
Zu Serverstandort, Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und Löschfrist gibt es dort vier prüfbare Fragen zu Hosting und AVV.
Dies ist keine Rechtsberatung. Bitte klären Sie Ihren Fall mit Ihren Datenschutzbeauftragten oder Ihrer Rechtsabteilung.
Die Übergabe: wann, an wen und mit welchen Informationen
Eine Übergabe an Menschen hat drei Ausgänge: Weiterleitung im laufenden Gespräch, vereinbarter Rückruf oder Ticket. Entscheidend ist bei allen dreien, ob das Anliegen und die bereits gestellten Fragen bei den Mitarbeitenden ankommen, sodass Anrufende nichts wiederholen müssen.
| Ausgang | Was Anrufende erleben | Was Mitarbeitende sehen sollten | Wenn niemand frei ist |
|---|---|---|---|
| Weiterleitung | Sie bleiben in der Leitung. Beim Warm-Transfer schildert die KI dem Agenten zuerst das Anliegen. | Anliegen, abgefragte Daten, Gesprächsverlauf | Warteschlange, sonst Rückruf |
| Rückruf | Die KI nennt ein Zeitfenster und beendet das Gespräch. | Rückrufnummer, Anliegen, zugesagtes Zeitfenster | Rückruf am nächsten Arbeitstag |
| Ticket | Die KI bestätigt, dass das Anliegen aufgenommen ist. | Ticket mit Zusammenfassung und Kontaktweg | Das Ticket wartet im Ticketsystem. |
Legen Sie vorab fest, was eine Übergabe auslöst: Anrufende verlangen ausdrücklich einen Menschen, die KI versteht zweimal nicht, die Frage steht nicht in der Wissensdatenbank, oder es geht um eine Beschwerde oder Kündigung. Legen Sie ebenso fest, was außerhalb der Geschäftszeiten geschieht.
Maßgeblich ist nicht die Stimme der Demo, sondern was die übernehmende Person auf dem Bildschirm sieht.
Wenn die KI selbst anruft
Für ausgehende Anrufe gelten eigene Regeln. Nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG ist eine unzumutbare Belästigung stets anzunehmen „bei Werbung unter Verwendung einer automatischen Anrufmaschine, eines Faxgerätes oder elektronischer Post, ohne dass eine vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten vorliegt“.
Ob eine KI, die Terminerinnerungen oder Angebote ausspricht, eine „automatische Anrufmaschine“ in diesem Sinn ist, klären Sie mit Ihrer Rechtsabteilung, bevor Sie Outbound einschalten. Mehr dazu im Abschnitt Einwilligung, Nachweis und Rufnummernanzeige bei Werbeanrufen.
Dies ist keine Rechtsberatung. Bitte klären Sie Ihren Fall mit Ihren Datenschutzbeauftragten oder Ihrer Rechtsabteilung.
Was ein KI-Telefonassistent kostet und welche Minuten zählen
KI-Telefonassistenten werden auf drei Arten abgerechnet: pro Minute, pro Gespräch oder als Monatspaket mit Inklusivminuten. Der Minutenpreis allein sagt wenig. Entscheidend ist, ob die Minuten vor einer Übergabe an Menschen berechnet werden und ob die KI-Abrechnung nach der Übergabe endet. Die Kosten variieren außerdem je nach Sprache, Anrufvolumen und Einrichtung.
Wir sind selbst Anbieter; deshalb steht unser eigenes Abrechnungsmodell in diesem Abschnitt neben den anderen.
Minute, Gespräch oder Monatspaket: drei Modelle und drei offene Fragen
Am Markt finden sich drei Abrechnungsmodelle; zu jedem gehört eine Nachfrage.
| Modell | Beispiel (Angaben der Anbieter, abgerufen im Oktober 2026) | Nachfragen |
|---|---|---|
| Pro Minute | Laut Famulor 0,15 Euro pro Minute, sekundengenau | Zählt die gesamte Verbindung oder nur die Zeit der KI? |
| Pro Gespräch | Laut VITAS Abrechnung pro Gespräch statt pro Minute | Zählt auch ein Anruf, der nach Sekunden endet? |
| Monatspaket | Laut SpeakKI 39 Euro netto pro Monat mit 300 Inklusivminuten, danach 0,15 Euro pro Minute | Verfallen ungenutzte Minuten? |
Drei Fragen beantwortet eine Preistabelle in der Regel nicht: Zählen die KI-Minuten vor einer Übergabe? Wie wird der Teil nach der Übergabe abgerechnet? Zählt ein Anruf, der schon im Tastenmenü endet?
Wie eine schriftliche Antwort aussehen kann, zeigt unsere eigene Regelung. Für HeroDash, die Kundenservice-Plattform von Callnovo.ai, gibt es einen öffentlichen Abrechnungsleitfaden in englischer Sprache. Für den KI-Agenten am Telefon hält er fest:
- Die Abrechnung beginnt, sobald die KI das Gespräch aktiv bearbeitet.
- Die aktive KI-Zeit vor einer Übergabe wird berechnet, auch wenn die KI das Anliegen nicht gelöst hat.
- Tastenmenü, Prüfung der Geschäftszeiten und feste Rufnummernweiterleitung werden nicht berechnet. Haltezeit und reine Bearbeitung durch Menschen zählen nicht zu den KI-Minuten.
- Legen Anrufende schon im Tastenmenü auf, wird nichts berechnet.
- Nach der Übergabe an Mitarbeitende endet die KI-Abrechnung. Es bleiben die Verbindungsentgelte des Netzbetreibers.
Der Listenpreis beträgt 0,15 US-Dollar pro Minute. Dieser Preis gilt für Englisch; andere Sprachen werden einzeln angeboten. Der Mindestumsatz liegt bei 200 US-Dollar pro Monat und wird für den Sprachkanal getrennt von Chat und E-Mail berechnet. Für große Projekte nennt die Preisliste außerdem eine Abrechnung nach Ergebnis mit 1,00 bis 2,50 US-Dollar je verifiziertem Ergebnis; ob dabei zusätzlich Sprachminuten anfallen, regelt der Vertrag.
Die zweite Regel ist für Käufer unbequem: Auch ein Gespräch, das die KI nicht löst, kostet KI-Minuten. Der Leitfaden enthält außerdem eine Selbstbindung, hier sinngemäß aus dem Englischen: Ein Auftrag darf Prüfregeln ergänzen, die abrechenbare Einheit aber nach der Unterschrift nicht stillschweigend ausweiten.
Ein Rechenbeispiel: Ein Anruf besteht aus 20 Sekunden Tastenmenü, 2 Minuten KI-Gespräch und 4 Minuten mit einem Agenten nach der Übergabe.
| Zählweise | Abgerechnete Einheit |
|---|---|
| Gesamte Verbindungsdauer | 6 Minuten 20 Sekunden |
| Nur aktive KI-Minuten, wie im Leitfaden von HeroDash | 2 Minuten, dazu Verbindungsentgelte |
| Pro Gespräch | 1 Gespräch |
Fragen Sie jeden Anbieter, welche Zeile für ihn gilt. Wie weitere Plattformen diesen Punkt regeln, zeigt unser Beitrag Übergabe von KI an Menschen im Anbietervergleich (englisch).
Selbst einrichten oder mit Team dahinter: KI im Callcenter
Für KI im Callcenter gibt es drei Wege: ein Werkzeug zur Selbsteinrichtung, ein KI-Modul in der vorhandenen Software oder KI und Team vom selben Dienstleister. Ein KI-Callcenter ist dabei kein Callcenter ohne Menschen. Die KI nimmt die erste Ebene an, also wiederkehrende Fragen mit eindeutiger Antwort, und Mitarbeitende übernehmen alles, was Urteil verlangt.
| Werkzeug zur Selbsteinrichtung | KI-Modul in Telefonanlage oder Callcenter-Software | KI und Team vom selben Dienstleister | |
|---|---|---|---|
| Wer richtet ein? | Sie selbst | Sie oder der Anbieter | der Dienstleister |
| Wer übernimmt nach der KI? | Ihre Mitarbeitenden über eine Rufnummer | Ihre Agenten in derselben Software | Agenten des Dienstleisters oder Ihre eigenen |
| Wo liegen die Daten? | je Anbieter verschieden; im Vertrag prüfen | je Anbieter verschieden; im Vertrag prüfen | bei HeroDash standardmäßig in den USA, in der EU je nach Projekt |
| Für wen | kleine Betriebe mit wenigen Anrufgründen | Unternehmen mit vorhandener Telefonanlage | Serviceteams, die KI und Personal aus einer Hand wollen |
HeroDash gehört zum dritten Typ. Die Einrichtung übernimmt unser Team. Übergibt der KI-Agent an einen Menschen, wird laut Preisliste der Gesprächskontext vollständig mitgegeben, sodass Kunden ihr Anliegen nicht wiederholen müssen. Gesprächsaufzeichnungen bleiben standardmäßig 90 Tage gespeichert, einstellbar von 30 Tagen bis 7 Jahren.
Wann Callnovo.ai nicht passt
- Sie brauchen heute eine Lösung, für die Deutsch als Gesprächssprache bestätigt ist, und einen Preis dafür. Unsere Preisliste nennt 0,15 US-Dollar pro Minute für Englisch; andere Sprachen werden einzeln angeboten.
- Ihre Daten müssen in Deutschland liegen, oder die Speicherung in der EU soll ohne Aufpreis zum Standard gehören. Bei HeroDash liegen die Daten standardmäßig in den USA. Eine Speicherung in der EU richten wir je nach Projekt ein; das kann zusätzliche Kosten verursachen.
- Sie möchten sich selbst registrieren und am selben Tag starten. HeroDash hat keine Selbstregistrierung, und für den KI-Agenten am Telefon gilt der Mindestumsatz von 200 US-Dollar pro Monat.
- Sie brauchen telefonischen Support am deutschen Vormittag. Der Telefonsupport für die Plattform ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr US-Ostküstenzeit besetzt. In Deutschland ist das in der Regel 15 bis 24 Uhr.
- Sie wollen nur zahlen, wenn die KI das Anliegen löst. Bei der Abrechnung nach Nutzung zählen die KI-Minuten vor einer Übergabe mit. Die Abrechnung nach Ergebnis steht nur großen Projekten offen.
Checkliste vor dem Start
Diese Fragen können Sie so an Anbieter schicken.
Begrüßung und Aufzeichnung
- Ist der Hinweis auf die KI fest eingebaut, und wer darf ihn ändern?
- Speichert das System Audio, Transkript oder beides, und wie lange?
- Fragt die KI selbst nach der Einwilligung, und wo steht die Antwort?
Übergabe
- Welche Auslöser führen zur Übergabe, und können wir sie selbst ändern?
- Was sehen Mitarbeitende beim Übernehmen?
- Was geschieht außerhalb der Geschäftszeiten und bei besetzten Leitungen?
Abrechnung
- Welche Minuten werden berechnet: vor der Übergabe, danach, im Tastenmenü?
- Wird sekundengenau oder pro angefangener Minute abgerechnet?
- Gilt der Listenpreis für Deutsch, und gibt es einen Mindestumsatz?
Vier Testanrufe
| Testanruf | Was Sie prüfen |
|---|---|
| Als Erstes fragen: „Spreche ich mit einem Menschen?“ | die Antwort im Wortlaut |
| Auf die Frage nach der Aufzeichnung mit Nein antworten | ob danach Audio oder ein Transkript vorliegt |
| Eine Frage stellen, die nicht in der Wissensdatenbank steht | ob die KI rät, nachfragt oder übergibt |
| Nach Geschäftsschluss anrufen | welcher Ausgang greift |
Fazit
Ein KI-Telefonassistent funktioniert, wenn drei Dinge schriftlich feststehen: der Wortlaut der Begrüßung, die Regeln für die Übergabe an Mitarbeitende und die Definition der abgerechneten Minute. Fehlt eine dieser Antworten, sagt die schönste Stimme wenig über den Betrieb aus. Das gilt für jede Form von KI am Telefon.
Drei Fragen zum Selbsttest:
- Hören Anrufende im ersten Satz, dass eine KI spricht? Lautet die Antwort Nein, fehlt die Kennzeichnung in der Begrüßung.
- Müssen Anrufende nach der Übergabe ihr Anliegen noch einmal schildern? Lautet die Antwort Ja, kommt der Gesprächsverlauf nicht bei den Mitarbeitenden an.
- Können Sie für einen Anruf der letzten Woche nachrechnen, welche Minuten auf der Rechnung stehen? Gelingt das nicht, ist die abgerechnete Minute nicht definiert.
Quellen
- Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung): konsolidierte Fassung vom 27. Juli 2026 auf EUR-Lex, Art. 50 und Art. 113, abgerufen am 11. Oktober 2026.
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb: § 7 UWG auf gesetze-im-internet.de, abgerufen am 11. Oktober 2026.
- Datenschutzkonferenz (DSK): Beschluss „Aufzeichnung von Telefongesprächen“, 23. März 2018.
- Famulor, SpeakKI und VITAS: Preis- und Abrechnungsangaben auf den Websites der Anbieter, abgerufen am 11. Oktober 2026; Angaben der Anbieter.
- Callnovo.ai: Abrechnungsleitfaden und Preisliste für HeroDash, Stand September 2026.
